Baujahr: 20.08.1997
Seriennummer: E140820
verkauft am 15.12.2010
So, mein erstes Sega Gerät in meiner Sammlung. Nach langem überlegen entschied ich mich, einen X-Files zu erwerben. Ich hatte schon mal einen und war von der Spieltiefe und vom Spielablauf sehr enttäuscht. Aus München bot mir ein Automatenaufsteller diesen X-Files in sehr gutem Zustand an. Ich kaufte Ihn und da ich ein absoluter Akte X Fan bin, kam ich zu dem Entschluss diesen nicht wieder zu verkaufen. Es ist zwar kein Williams oder Bally Flipper, dennoch die Technik und der optische Eindruck, lassen den Flipper in einem ganz anderen Licht erscheinen. Zur Verarbeitung war ich erstaunt, dass obwohl so viele Leute sagten "Sega habe keine gute Technik und sei nicht gut verarbeitet" dieses nicht stimmte. Ich war begeistert das Gerät im Detail anzuschauen. Zur Spielfreude sollte jedoch hinzugefügt werden, dass ich mir erst einmal die neuste Software besorgt habe und die Abspielung mit dem Sega-Repairkit repariert habe. Denn wenn der Magnet nicht richtig funktioniert, geht ein großer Teil an Spielspaß verloren. Es gibt ein paar neue Highlights in der Software (3.3) die den Flipper nicht ganz uninteressant machen. Und wenn man einmal die diversen Rampen nimmt, die es zu schießen gilt, gewinnt das Gerät doch an Attraktivität. Wobei wir jetzt schon beim Spielablauf sind.
Der ganze Flipper beinhaltet fast die komplette Staffeln 1-7 der Serie. Ziel ist es die ungelösten X-Files Fälle zu meistern. Diese Aufgaben werden durch diverse Rampenschüsse gelöst und dann fette Punkte verteilt. Doch um an die Fälle heranzukommen, muss in das F.B.I Hole geschossen werden. Dieses öffnet sich, wenn die rechte Rampe drei Mal geschossen wurde.
Keine leichten Aufgaben, denn der Flipper ist enorm schnell und jede Aufgabe wird mit einem Zeitlimit vergeben. Manchmal mit einer, oder auch mit zwei Kugel gleichzeitig. Hier sind bei der neuen Software diverse Aufgaben hinzugekommen. Und sogar an ein Dot Matrix Spiel wurde gedacht. Ufos muss man abschießen (leider habe ich diese Sequenz noch nicht erreichen können). Spielentscheidend ist in der Mitte des Spielfeldes der Aktenschrank. Er wird von einem gewaltigen Magneten an der Vorderseite beherrscht. Der Aktenschrank muss mehrere Male getroffen werden, um einen Multiball zu erhalten. Doch Vorsicht, der Magnet packt die Kugel und schleudert sie in irgend eine Richtung des Spielfeldes zurück. Wenn der Aktenschrank mehrere Male getroffen wurde, fährt er nach unten und es muss in die obere Schublade hineingeschossen werden.
Wenn dies geschafft ist, bekommt man einen Multiball der absoluten Spitzenklasse. Bevor er losgeht, blitzt es Neongrün oder weiß, aus jedem Flasher auf dem Spielfeld. Wahnsinn diese Farbenpracht. Es ist die absolut beste Lightshow, die ich je in einem Flipper gesehen habe. Den Jackpot zu erreichen gilt es dann, diverse Rampen zu schießen, ebenfalls für den Extraball. Eine schöne, optische Darstellung auf dem Spielfeld ist das Alienbaby. Mulder suchte es ja mehrfach, in den vielen Akte X Folgen. Wenn die Bumpers öfters angespielt werden, leuchtet und blinkt das Alienbaby rot und es werden bei jedem Kontakt mit den Bumpers, mehr Punkte vergeben. Ähnlich wie beim MM, wo es Superjets genannt wird. Sieht wirklich klasse aus. Vor allem, wenn der Flipper im gedämpften Licht gespielt wird (absolut empfehlenswert).
Noch ein Highlight im Spielablauf, ist das große X zu komplettieren. Mehrfache Schüsse müssen vorgenommen werden, um letztendlich den "The Trust Multiball" erreichen zu können. Hier wird verlangt, mit allen vier Kugel die diversen Bahnen und Rampen zu schießen und am Schluss in den Aktenschrank hinein zu kommen. Doch der Aktenschrank fährt auf und ab und sein Magnet hält die Kugeln fest und sammelt sie. Mit viel Geschickt muss dieses gemeistert werden. Viele weiter Spielvarianten warten auf den oder die Spieler. Denn der X-Files kann sogar mit 6 Spielern gespielt werden.
Nun genug, ich hoffe einen kleinen Einblick in dieses Gerät gebacht zu haben. Vielleicht habe ich auch einige überzeugen können, die diverse Vorurteile gegen Sega bis jetzt hatten. Das Gerät ist kein Topflipper, doch mit der Liebe zum Detail wächst das Interesse an diesem Flipper. Für jeden Akte X Begeisterten, kann ich diesen Pinball nur empfehlen. Auch wenn das Interesse am Flippern nicht so groß sein sollte. Ich für meine Teil, werde dieses Gerät nicht mehr hergeben. Denn die Serie Akte X wird nicht mehr weiterproduziert und so habe ich ein tolles Andenken, dieser genialen Serie bei mir stehen.